Ferkelproduktion

Kontakte

Für nähere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an die Verantwortlichen in Ihrem Bundesland:

Kärnten
Lydia Krojnik, BEd
Landwirtschaftskammer Kärnten
Tel.: 0463 / 5850-1503
E-Mail: lydia.krojnik@lk-kaernten.at

Niederösterreich
Dipl.-Ing.in Martina Gerner
Landwirtschaftskammer Niederösterreich
Tel.: 05 / 0259-23211
E-Mail: martina.gerner@lk-noe.at

Oberösterreich
Dipl.-Ing. Johann Stinglmayr
Landwirtschaftskammer Oberösterreich
Tel.: 050 / 6902-4852
E-Mail: johann.stinglmayr@lk-ooe.at

Steiermark
Ing. Rudolf Schmied
Landwirtschaftskammer Steiermark
Tel.: 0 31 12 / 7737-8044
E-Mail: rudolf.schmied@lk-stmk.at
Webseite: https://www.arbeitskreisberatung-steiermark.at/

Nutzen

Zukunftsorientierte Ferkelproduzentinnen und Ferkelproduzenten nehmen offen und aktiv aktuelle und künftige wirtschaftliche und persönliche Herausforderungen an. Sie wollen “morgen” besser und erfolgreicher als “heute” sein. In der Arbeitskreisarbeit stehen künftige Perspektiven und die laufende Umsetzung von Verbesserungsschritten in den Mitgliedsbetrieben im Mittelpunkt.

So brauchen gesunde und leistungsfähige Zuchtsauen-Bestände ein optimales Umfeld. Von den Betriebsleiterinnen und Betriebsleitern über die Stallverhältnisse, die Haltungsbedingungen, das Management, die Hygiene, den Gesundheitsstatus, die Fütterung und die Genetik sind viele Einflussgrößen zu beachten. Eine wichtige Erfolgskennzahl in der Ferkelproduktion ist die Anzahl der abgesetzten Ferkel pro Sau und Jahr.

Die Arbeitskreisberatung bietet eine geeignete Plattform, um gemeinsam mit Berufskolleginnen, Berufskollegen und Beratungskräften Antworten auf Fragen in der Ferkelproduktion zu finden. Die Mitglieder legen jährlich gemeinsam ein Bildungsprogramm fest, das sich an ihren speziellen Bedürfnissen orientiert. Vorhandenes Fachwissen wird vertieft und um neue Sichtweisen erweitert.

In Form von Fachvorträgen, Seminaren, Exkursionen und Betriebsbesichtigungen wird den Mitgliedern der Arbeitskreise Ferkelproduktion eine Fülle von praxisnahem Wissen vermittelt. Der Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern ist das Herzstück der Arbeitskreisberatung.

Teilnahme

Als Ferkelproduzentinnen und Ferkelproduzenten müssen Sie gut und umfassend informiert sein. Erweitern Sie Ihr Fachwissen in der Betriebsführung und in der Produktion durch Austausch mit Expertinnen bzw. Experten und Kolleginnen bzw. Kollegen. Die Arbeitskreisberatung bietet dafür zahlreiche Angebote und Werkzeuge:

  • Aufzeigen nicht genutzter Potenziale (Stärken/Schwächen-Analyse)
  • Verbesserung der Vermarktung
  • Marktgerechte Produktion
  • Chancen-Risiken-Analyse

Die meisten Betriebe nutzen das Angebot länger als zwei Jahre (ca. 5–7 Jahre), viele sogar mehr als zehn Jahre. Viele Betriebe steigen nach einer mehrjährigen Unterbrechung wieder ein. Auch viele Schulbetriebe sind Mitglieder. Für die Auswertungen stehen moderne und benutzerfreundliche EDV-Anwendungen zur Verfügung. Arbeitskreismitglieder können diese entweder kostenlos nutzen oder zu Sonderkonditionen beziehen.

Voraussetzung

Die Arbeitskreisberatung steht allen Betrieben offen, unabhängig von der Größe, Wirtschaftsweise und Erwerbsform. Damit Sie langfristig einen hohen Nutzen aus der Arbeitskreisberatung erzielen können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig:

  • Regelmäßige Teilnahme an den Arbeitskreistreffen (4 bis 6 pro Jahr)
  • Datenaufzeichnungen
  • Respekt und Offenheit für einen intensiven Erfahrungsaustausch
  • Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages
  • Mindestens zweijährige Mitgliedschaft

Datenaufzeichnung

Als Grundlage für die Bearbeitung von Themen im Arbeitskreis dienen einzelbetriebliche Auswertungen aus dem benutzerfreundlichen Online-Sauenplaner (SPonWEB).

Zur Unterstützung der notwendigen Betriebszweigauswertung (Wirtschaftlichkeitskontrolle) wird das Ökonomiemodell SPonWEB verwendet. Durch das Zusammenspiel der beiden Anwendungen werden die wichtigsten biologischen und wirtschaftlichen Kennwerte ermittelt.

Das Führen von Aufzeichnungen, insbesondere des Sauenplaners, ist für die Mitglieder des Arbeitskreises verpflichtend.

Was bringt die Datenaufzeichnung?
Die Arbeitskreismitglieder können jederzeit ihre Betriebsergebnisse und Arbeitspläne, die sie beim Herdenmanagement unterstützen, per Knopfdruck aufrufen. Nachdem alle Arbeitskreise mit denselben EDV-Anwendungen arbeiten, kann jeder Betrieb seine Daten anonym mit anderen Betrieben vergleichen.

Betriebszweigauswertung

Ein Schwerpunkt der Arbeitskreisarbeit ist die Auswertung von Betriebsdaten in Form der biologischen und ökonomischen Leistungen sowie der Direktkosten. Die Stärken des eigenen Betriebes werden dadurch aufgezeigt und Verbesserungsmöglichkeiten im Betriebsablauf aufgedeckt. Verbesserungsschritte im eigenen Betrieb können so gezielt umgesetzt werden.

Welche Vergleiche sind möglich?
Zeitraumbezogene Auswertungen zeigen Veränderungen bzw. Entwicklungen bei wichtigen betrieblichen Leistungsdaten genau auf. Mit Hilfe von Durchschnitts- und Viertelergebnissen ist stets ein Vergleich mit Berufskolleginnen und Berufskollegen möglich.

  • Lebend geborene Ferkel pro Wurf
  • Saugferkelverluste
  • Bestandesgröße
  • Abgesetzte Ferkel pro Sau und Wurf
  • Leertage bis Belegung
  • Säugetage pro Wurf
  • Produktionstage
  • Umrauschen
  • Remontierung
  • Direktkostenfreie Leistung pro Zuchtsau und Jahr [Berechnung: Leistungen (Ferkel und Altsauen) minus Direktkosten (Futter, Tiergesundheit, Decken, Besamung, Energie, Wasser, sonstige Direktkosten)]

Fachberatung

Ergänzend zur Weiterbildung wird für die Arbeitskreismitglieder neben einer Stärken-Schwächen-Analyse auch eine Fachberatung auf Basis ihrer Auswertungsergebnisse angeboten.

Was umfasst die Betriebsbetreuung bzw. Fachberatung?

In praxisnaher Form werden in fundierten Beratungen die wichtigsten Themen der Ferkelproduktion behandelt:

  • Betriebswirtschaft und Betriebsentwicklung
  • Haltung, Stallbau und Stallklima
  • Fütterung
  • Tiergesundheit und Betriebshygiene
  • Betriebs- und Produktionsmanagement
  • Zucht und Genetik