Milchproduktion

Kontakte und Links

Für nähere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an die Verantwortlichen in Ihrem Bundesland:

Kärnten
Dipl.-Ing. Peter Krištof
Landwirtschaftskammer Kärnten
Tel.: 0463 / 5850-1512
E-Mail: peter.kristof@lk-kaernten.at

Niederösterreich
Dr. Marco Horn, BEd
Landwirtschaftskammer Niederösterreich
Tel.: 050 / 2592-23304
E-Mail: marco.horn@lk-noe.at

Oberösterreich
Dipl.-Ing. Michael Wöckinger
Landwirtschaftskammer Oberösterreich
Tel.: 050 / 6902-1350
E-Mail: michael.woeckinger@lk-ooe.at

Salzburg
Ignaz Lintschinger
Landwirtschaftskammer Salzburg
Tel.: 0662 / 870571-264
E-Mail: ignaz.lintschinger@lk-salzburg.at

Steiermark
Christina Weber
Landwirtschaftskammer Steiermark
Tel.: 0316 / 8050-1378
E-Mail: christina.weber@lk-stmk.at
Webseite: https://www.arbeitskreisberatung-steiermark.at/

Tirol
Dipl.-Ing. Johann Thurner
Landwirtschaftskammer Tirol
Tel.: 05 / 9292-1805
E-Mail: johann.thurner@lk-tirol.at

Vorarlberg
Alexander Rädler
Landwirtschaftskammer Vorarlberg
Tel.: 05574 / 400-334
E-Mail: alexander.raedler@lk-vbg.at

Links zum Thema
www.ak-milch.at

Nutzen

Schwankende Preise, steigende Kosten und neue Rahmenbedingungen stellen die Milchviehbetriebe vor große Herausforderungen. Um Einkommensverluste zu vermeiden, ist frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren.

Die Arbeitskreisberatung bietet eine wirksame Unterstützung, die richtige Strategie für Ihren Betrieb zu finden. Sie hilft weiters die Produktion zu optimieren, Kosteneinsparungspotenziale zu finden, Leistungsreserven auszuschöpfen und den wirtschaftlichen Erfolg in der Milchviehhaltung zu verbessern. In den Arbeitskreisen werden Weiterbildungsveranstaltungen ganz nach den Wünschen der Teilnehmer/innen angeboten. Dazu zählen Vorträge, Fachexkursionen, Kurse, Stallseminare und Grünlandbegehungen. Dem Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern wird besonders viel Platz eingeräumt.

Teilnahme

Die Arbeitskreisberatung ist eine spezielle Qualifizierungsmaßnahme, die ganz auf die Bedürfnisse der Mitglieder ausgerichtet ist. Sie umfasst drei Schwerpunkte: Praxisorientierte Weiterbildung, Betriebszweigauswertung und Fachberatung.

Unternehmerisches Handeln, klare Ziele, beste Produktionstechnik, wirksames Controlling und laufende Weiterbildung sind Schlüsselfaktoren für den nachhaltigen Betriebserfolg. Mehr als 2.500 Milchviehbetriebe haben die Arbeitskreisberatung bisher schon in Anspruch genommen. Jeder Milchviehbetrieb kann teilnehmen, unabhängig von der Größe, Wirtschaftsweise und Erwerbsform. Nutzen auch Sie dieses Angebot, um wettbewerbsfähig zu sein! Die meisten Betriebe nutzen das Angebot länger als zwei Jahre (ca. 5–7 Jahre), viele sogar mehr als zehn Jahre. Viele Betriebe steigen nach einer mehrjährigen Unterbrechung wieder ein. Auch viele Schulbetriebe sind Mitglieder. Für die Auswertungen stehen moderne und benutzerfreundliche EDV-Anwendungen zur Verfügung. Arbeitskreismitglieder können diese entweder kostenlos nutzen oder zu Sonderkonditionen beziehen.

Voraussetzungen

Die Arbeitskreisberatung steht allen Betrieben offen, unabhängig von der Größe, Wirtschaftsweise und Erwerbsform. Damit Sie langfristig einen hohen Nutzen aus der Arbeitskreisberatung erzielen können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig:

  • LKV-Mitgliedschaft, da RDV-Daten direkt in die Anwendung übernommen werden
  • Regelmäßige Teilnahme an den Arbeitskreistreffen (4 bis 6 pro Jahr)
  • Datenaufzeichnungen
  • Respekt und Offenheit für einen intensiven Erfahrungsaustausch
  • Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages
  • Mindestens zweijährige Mitgliedschaft

Datenaufzeichnung

Für die Datenerfassung zur Betriebszweigauswertung stehen benutzerfreundliche EDV-Anwendungen kostenlos zur Verfügung. Nach einer gründlichen Einschulung sind die erforderlichen Aufzeichnungen sehr einfach umzusetzen.

EDV-Anwendungen
Für die Teilkostenauswertung wird die Internet-Anwendung „AKM-Online“ verwendet. Sie bietet folgende Vorteile:

  • Kein Programmkauf – kein teurer Wartungsvertrag
  • Datenschutz (Zugang nur mit Passwort)
  • Sichere Datenspeicherung
  • RDV-Daten werden direkt übernommen
  • Bequeme Eingabe von zusätzlichen Daten
  • Übersichtliche Auswertungen sind auf Knopfdruck möglich

Für die Vollkostenauswertung steht eine Excel-Anwendung zur Verfügung. Über eine Schnittstelle können die Daten in das Vollkostenmodul von AKMOnline eingespielt werden. Grafisch gut aufbereitete Berichte für den eigenen Betrieb und Vergleiche mit anderen Betrieben können danach aufgerufen werden.

Betriebszweigauswertung

Die Betriebszweigauswertung dient zur Ermittlung der Produktionskosten für den Betriebszweig Milchproduktion (Milchkühe und Aufzucht). Sie gibt Auskunft darüber, wie weit im abgelaufenen Jahr die Kosten durch die Leistungen gedeckt werden konnten.

Welche Auswertungen und Berichte sind verfügbar?
Nach vollständiger Dateneingabe können in AKM-Online verschiedene Berichte mit Schlüsselkennzahlen und übersichtlichen Grafiken für die Teil- und Vollkostenauswertung aufgerufen werden:

  • Jahresauswertung für den eigenen Betrieb
  • Vergleiche mit anderen Betrieben in anonymisierter Form
  • Betriebsentwicklung über mehrere Jahre

Der Vergleich mit anderen Betrieben zeigt auf einen Blick, wo die Stärken und Schwachstellen in der Produktion liegen. Dadurch wird sichtbar, wo der Hebel in der Produktion anzusetzen ist, denn Fehler kosten Geld. Die Berichte sind einzigartig. Neben wirtschaftlichen Kennzahlen enthalten sie auch viele produktionstechnische Kennwerte, die für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Bedeutung sind.

Was bietet die Teil- und Vollkostenauswertung?
Die Betriebszweigauswertung in Form der Teilkostenauswertung ist für alle Betriebe vorgesehen, die Vollkostenauswertung als Zusatzangebot nur für interessierte Betriebe.

In der Teilkostenauswertung werden nur die Direktleistungen und Direktkosten erfasst. Als Differenz ergibt sich die Schlüsselkennzahl “Direktkostenfreie Leistung”. Sie ist ein guter Maßstab für die Produktionseffizienz.

In der Vollkostenauswertung werden zusätzlich die Gemeinleistungen sowie die sonstigen Vorleistungskosten und die Faktorkosten berücksichtigt. Dadurch können die genauen Produktionskosten und weitere Kennzahlen ermittelt werden (z. B. Faktorentlohnung, kalkulatorisches Betriebszweigergebnis, Arbeitsertrag und Kostendeckungspunkt). Diese dienen nicht nur zur Wirtschaftlichkeitskontrolle, sondern auch als Entscheidungsgrundlage für die künftige Betriebsausrichtung. Außerdem werden mit der Vollkostenauswertung auch die tatsächlichen Grundfutterkosten für den eigenen Betrieb ermittelt. Für die Vollkostenauswertung sind zusätzliche Aufzeichnungen erforderlich.

Betriebscheck

Im Mittelpunkt der Arbeitskreisberatung steht die Weiterbildung der Mitglieder. Auf Wunsch wird nach Vorliegen der Betriebszweigauswertung auch eine Hofberatung durchgeführt.

Was bietet der Betriebscheck?
In einer halbtägigen Stärken/Schwächen-Analyse werden bei einem Stall- bzw. Betriebsrundgang wichtige Bereiche wie Tierbefinden, Haltung, Stallklima, Fütterung und Arbeitswirtschaft unter die Lupe genommen. Gemeinsam mit der Betriebsleiterfamilie werden Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen überlegt. Die Ergebnisse werden in einem Beratungsprotokoll festgehalten und bleiben am Hof. Die externe Expertensicht hilft, Betriebsblindheit zu beseitigen, Erfolge zu würdigen und Entwicklungsschritte zielgerichtet zu setzen.

Auch für die richtige Umsetzung von Maßnahmen und beim Lösen spezifischer Probleme steht eine Hofberatung zur Verfügung (z. B. Rationsoptimierung, Tierkomfort, Arbeitsabläufe).

Das Weiterbildungsangebot umfasst:

  • Vorträge und Diskussion mit Spitzenreferentinnen und Spitzenreferenten in Kleingruppen
  • Praxisorientierte Veranstaltungen zu wichtigen Themen: Fütterung, Fruchtbarkeit, Eutergesundheit, Kuhkomfort, Klauengesundheit, Grundfutterqualität usw.
  • Arbeitsorganisation und Aufzucht
  • Präsentation der Ergebnisse der Betriebszweigauswertung
  • Kennzahlenvergleich mit anderen Betrieben
  • Fachexkursionen im In- und Ausland
  • Erfahrungsaustausch mit anderen Arbeitskreismitgliedern

Die Veranstaltungen finden hauptsächlich auf Betrieben statt. Bestimmte Weiterbildungsveranstaltungen werden auch als TGD-Schulung anerkannt.